Historie und Ablauf des B-Plan-Verfahrens
Das Vorhaben startete bereits im Jahr 2011 zusammen mit der Planung einer Freiflächensolaranlage an der Autobahn in Plauen Sorga/Tauschwitz. Die Projektidee wurde daraufhin regelmäßig mit Landwirtschaftsbetrieb, Grundeigentümern und Stadtverwaltung diskutiert und nahm neue Anläufe.
Da uns eine behutsame Planung und größtmöglicher Konsens mit den Beteiligten und Betroffenen sehr wichtig ist, wurde diese immer wieder zurückgestellt.
Nach Zustimmung des Großteils der betroffenen Grundeigentümer erfolgte im Herbst 2022 die Vorstellung des Vorhabens im Stadtrat Lengenfeld und am 14.11.2022 der Aufstellungsbeschluss. Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung wurden die Träger öffentlicher Belange sowie über die Bekanntmachungen im Amtsblatt und Aushänge informierten Bürger und Bürgerinnen beteiligt.
Im Frühjahr und Sommer 2023 erfolgten zudem Kartierungen für den Artenschutzrechtlichen Fachbeitrag sowie Abstimmungen mit zahlreichen Fachbehörden. Auf Basis der Erkenntnisse der frühzeitigen Beteiligung sowie Untersuchungen erfolgte die Ausarbeitung des Bebauungsplanes mit Planzeichnung mit zeichnerischem Teil (M 1:2.000) und textlichem Teil zusammen mit Begründung, Umweltbericht inklusive Artenschutzrechtliche Begutachtung der Bestände bodenbrütender Vögel und Synopse der Stellungnahmen. Der Planungsstand wurde erneut dem technischen Ausschuss und Stadtrat vorgestellt.
Am 11.12.2023 erfolgte in öffentlicher Sitzung der Beschluss zur öffentlichen Auslage der Unterlagen in Fassung November 2023 für die Träger öffentlicher Belange und Bürgerinnen und Bürger im Zeitraum 09.01.2024 bis 09.02.2024. Die Unterlagen für die jeweiligen Bebauungspläne für die Ortsteile Weißensand und Waldkirchen können Sie auch nach beendeter Beteiligung weiterhin einsehen.
In der Sitzung des Stadtrats vom 24.06.2024 wurden die Abwegungs- und Satzungsbeschlüsse gefasst und in der Sitzung vom 14.12.2024 bestätigt. Nach Bekanntmachung treten die Bebauungspläne in Kraft.
Erst nach Inkrafttreten des B-Plans können wir die Finanzierung strukturieren, Bauteile bestellen und die Baugenehmigung einreichen. Erst wenn dies alles erfolgt und erteilt ist, können wir die Anlage errichten und schnellstmöglich an das Netz anschließen. Dies ist aufgrund von Lieferzeiten, insbesondere für Trafos aktuell nicht vor Mitte 2026 realistisch.
Auf Grund der Netzsituation mit unterschiedlichen Einspeisepunkten für die Projektteile Weißensand (bestehendes UW im Gewerbegebiet Gospersgrün) und Waldkirchen (an die im Bau befindliche 110 KV Trasse nahe dem Gewerbegebiet Kaltes Feld in Rotschau) wurden zwei lokal ansässige Gesellschaften gegründet und alle Verträge und Rechte jeweils darauf übertragen.
Update Januar 2026_Bauvorbereitung Weißensand
Die Trassen beider Projektteile sind gesichert und der Solarpark Weißensand befindet sich in der Finanzierung und Bauvorbereitung. Da es für eine Baumaßnahme viele Unklarheiten wie Witterung, Bodenbeschaffenheit, Verfügbarkeit von Baufirmen und Materiallieferungen gibt, können wir nur eine ungefähre Zeitplanung zur Bauausführung übermitteln. Baustart ist u.a. wetterabhängig ab Ende Februar/Anfang März vorgesehen. Ziel ist die äußerliche Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlage im Sommer. Rest- und Prüfarbeiten und die Installation eines Speichers werden sich in den Herbst ziehen. Die für die Unterkonstruktion notwendigen Rammarbeiten werden dabei die einzigen Arbeiten mit von außen vernehmbarer Geräuschentwicklung sein. Diese werden hintereinander so schnell wie möglich bei Tage durchgeführt und ca. 2 Wochen dauern, vermutlich im März. Auch weitere mögliche Einschränkungen für Anwohner sollten sehr überschaubar sein. Abseits der Ausbesserung vorhandener Wege wird es auch keine Tiefbauarbeiten geben.
Wie auf dem Belegungsplan ersichtlich, werden noch größere Flächen als im bereits verkleinerten Bebauungsplan festgeschrieben für landwirtschaftliche Nutzung freibleiben. Grund ist die geänderte Netzanschlusssituation (Rückbau der bestehenden 110kv-Leitung) und die begrenzte Netzanschlusskapazität am Umspannwerk Gospersgrü. Die geplante Kapazität der Solaranlage beträgt 14,2 MWp, zusammen mit einem Speicher mit einer Nennleistung von 3,4 MW sowie einer Nennkapazität von 6,6 MWh.
Die Bauausführung wird von der CleanSource Construction GmbH, die im Unternehmensverbund der Planungsunternehmen steht und dem in Leipzig ansässigen Geschäftsführer Lars Bageritz verantwortet.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Herrn Riedel oder Herrn Bageritz unter der folgenden Emailaddresse: info@solarpark-a72-vogtland.de.


